Es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt
in meinem freundes und bekanntenkreis bekommen die ersten kinder, heiraten oder kaufen sich eine wohnung oder ein neues auto etc…
häufig hört man dann “ja, eigentlich ist jetzt nicht der richtige zeitpunkt dafür aber…”…
wenn ich an das versterben meines hundes, spanisch unterricht in der 8 stunde, das frühe aufstehen, das ableben des jetzigen papstes (achso das kommt ja noch erst) oder des vorherigen denke… eigentlich ist nie der richtige zeitpunkt für irgendwas.
aber die dinge kommen wie sie kommen und wir können das nicht beeinflussen, alles nur zufall!
in der praxis gibt es woche für woche hunderte entscheidungen die uns plagen. “kaufe ich mir das iphone jetzt oder warte ich bis ein besserer tarif rauskommt”, “kaufe ich mir den daimler als 4 oder 6 zylinder – wer weiß wie der benzinpreis sich entwickelt”, “grippeimpfung, ja nein”,
letztendlich verbrauchen wir mehr energie dafür diese unliebsamen entscheidungen subjektiv richtig zu treffen als der nutzen einer optimalen entscheidung überhaupt bringen könnte.
ein quantum vernunft jedoch wird schon vorausgesetzt. wer ständig mit 70 stundenkilometern im ort fährt gefährdet nicht nur sich und andere sondern wird früher oder später auch seinen führerschein verlieren.
gleiches gilt für kettenraucher etc.
im endeffekt handeln wir als mensch ausschließlich aus innerer motivation und emotion und das müssen wir so akzeptieren. die entscheidung wird im kopf getroffen bevor wir sie überhaupt aussprechen können. später denken wir dann es hätte sich um eine rationale entscheidung getroffen da das gehirn die argumentation entwirft und dem bewußtsein diese als objektiv suggeriert.
es gibt weder den richtigen zeitpunkt noch die richtige entscheidung.
im laufe der letzten jahre habe ich festgestellt, dass die richtigkeit einer entscheidung nicht davon abhängt wie lang man über eine sache nachdenkt
“kaufen sie heute bei mediamarkt ein schnäppchen und verpassen sie morgen ein anderes – irgendwoanders”, “machen sie 6 monate lang insgesamt 180 überstunden um dann einen 14 tägigen urlaub zu finanzieren”
gesellschaftskonform – aber irgendwie irrational.
ich frage mich heute nicht, weshalb ich zu schulzeiten soviel geld in der mensa ausgegeben habe und was man damit jetzt alles hätte machen könnte, ebensowenig wie ich mich im altern von 60 jahren fragen werde weshalb ich jahrelang 10.000ende euros an miete gezahlt habe.
“wenn niemand mehr geld ausgibt bzw die ausgaben auf das wesentliche beschränkt werden – wird es bald auch keine (luxus)güter mehr geben und in folge auch auch keine konsumenten.”
geld dient der konsumption und ziel ist es den kreislauf in gang zu halten.
aber das ist ein anderes umfangreicheres volkswirtschaftliches thema.
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